Kampenwand

1664m

Chiemgauer Alpen
Talort
Waldparkplatz Aigen
Stützpunkte
Steinlingalm, 1450m
Bergtour
von Aigen zur Kampenwand
"I gang' so gern auf'd Kampenwand, wan i mit meiner Wamp'n kannt".
Dieser bekannte Spruch musste ja wohl kommen. Das hat sich schon so mancher gesagt und dann doch den fast direkten Weg mit der Seilbahn vorgezogen ... nein, so leicht wollen wir es uns nicht machen, etwas mehr Anstrengung hat dieser Chiemgauer Paradeberg dann schon verdient. Die Kampenwand beeindruckt durch Felswände, die von Süden weitaus eindrucksvoller wirken, als der bekannte, hahnenkammartige Anblick aus dem Voralpenland. Die meisten Felsen sind dem Kletterer vorbehalten, für Bergwanderer bleibt der Ostgipfel, der mit dem 12m hohen Chiemgaukreuz geschmückt ist, das 1951 hier errichtet wurde. Die prächtige Aussicht am Gipfel muss man sich an schönen Tagen allerdings mit vielen teilen, ganze Heerscharen pilgern von der Seilbahn auf breitem Panoramaweg zur Steinlingalm und machen auch vor dem Gipfel nicht halt. Dieser Andrang sollte einen aber nicht abhalten, die faszinierende Vielfalt dieses Berges mit reizvollen Wegen, Almen und Felsenszenarien zu erleben. Ein schöner Weg führt von Hintergschwendt-Aigen hinauf zum Roßboden an der Gedererwand und am Sulten vorbei hinauf zur Steinlingalm.
Aufstieg
von Aigen über den Roßboden 202 (Karte: blau)
Vom Waldparkplatz Aigen geht man auf der Forststraße nach Süden, bis nach links ein Steig in den Wald führt Steinlingalm. Nach kurzem Anstieg erreicht man wieder die Forststraße und wendet sich nach links. Man bleibt jetzt auf der Straße Kampenwand, die man, der rot-weiß-roten Markierung folgend, zweimal abkürzen kann, bis der breite Weg in einen felsigen Bergpfad mündet. Vorbei an einem Marienschrein erreichen wir eine Kreuzung mit vielen Wegweisern. Hier nach links Steinlingalm und hinauf in einen Graben, an dessen linker Seite man in einigen Serpentinen hinauf zum Sattel zwischen Gedererwand und Sulten geht (Roßboden). Der breite Weg führt jetzt südlich, unter den steilen Hängen des Sulten, in den Sultensattel unterhalb der Steinlingalm. Von hier auf dem Fahrweg hinauf zum Berggasthof. Vor den Gebäuden gehen wir über die Wiese zu einem Schuttfeld - hier war wohl vor langer Zeit ein Weg - jetzt ist das eine breit getrampelte, erodierte Piste, die noch aus dem Tal zu erkennen ist. Auf diesem hässlichen Untergrund versuchen wir wenigstens einigermaßen den Markierungen zu folgen und erreichen bald den Wandfuß. Weiter über gut markierte, gestufte Felsen, bei denen man schon öfter mal die Hände zum Festhalten braucht, hinauf in die Schlechinger Scharte. Hier gehen wir nach Osten über Geröll und Felsblöcke in die Kaisersäle, eine eindrucksvolle Felsszenerie. Durch einen schrägen, engen Felsspalt erreichen wir den turmartig wirkenden Gipfelaufbau, den wir links herum etwas luftig unter Mithilfe einer soliden Stahlkette umgehen (Vorsicht - glatte Felsen!). Noch ein kurzer Anstieg über eine Rinne und wir erreichen den Gipfelgrat und gehen über eine etwas übertrieben wirkende Stahlbrücke zum eindrucksvollen Chiemgaukreuz.
Abstieg
zur Schlechtenbergalm und um den Sulten 200,22,202
Wieder zurück auf dem Aufstiegsweg hinab zur Steinlingalm und auf dem Fahrweg in den Sultensattel. Weiter nach Westen abwärts bis zur Schlechtenbergalm. Bei der Alm nach rechts Bernau, Maisalm auf dem Weg 22 wieder auf den Sulten zu. Unter dem Steinling-Skilift hindurch, erreichen wir oberhalb der Talstation einen Wegweiser, an dem wir uns nach rechts wenden Bernau, Maisalm. Durch Wald weiter bis zu der schon bekannten Wegekreuzung mit den vielen Wegweiser (1180m) und auf dem Aufstiegsweg zurück zum Parkplatz Aigen.
Trittsicherheit und Schwindelfreiheit im felsigen Aufstieg zum Ostgipfel sind unbedingt erforderlich
Weitere Wege zur Hochplatte:
über den Klausgraben zur Kampenwand
Fotos
Höhenunterschiede - Gehzeiten
Karten
GPS Koordinaten
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