Großer Traithen

1852m

Mangfallgebirge
Wendelsteingruppe/Sudelfeld
Talort
Von Oberaudorf in die Tatzelwurmstraße und auf der B307 zum Gasthof Tatzelwurm Bayrischzell/Sudelfeld. Nach dem Gasthof Tatzelwurm nach links weiter auf der B307 und vor der ersten Rechtskehre nach links weiter zum Gasthof Rosengasse. Parkplatz am Skilift.
Stützpunkte
Bergtour
zum großen Traithen
Wer das Sudelfeld und seine Skilifte kennt, der kennt auch den Großen Traithen und den langen Grat zum Steintraithen und Steilner Joch, der hier die Landschaft prägt. Zum Glück ist der Traithen vom Skizirkus verschont geblieben und so hat hier der Bergsteiger ein Refugium, das man ohne Übertreibung als einzigartig bezeichnen kann. Wenn der Berg auch viel Zulauf erhält - schließlich kann man mit dem Auto bis zum Wirtshaus Rosengasse oder der auf 1400m Höhe gelegenen Waller-Alm fahren - so führt doch ein stiller Weg zum Gipfel, der zusammen mit der Gratüberschreitung zum Steintraithen durch seine landschaftliche Schönheit beeindruckt. Leicht ist der Traithen nicht zu erreichen, die Wege sind steil und anstrengend, erfordern Kondition und eine solide Gehsicherheit - ist man aber erst einmal oben, so wird man wohl eine Weile brauchen, bis man sich an dem großartigen Panorama satt gesehen hat. Dass der Berg den in dieser Gegend dominierenden Wendelstein an Höhe noch um 14m überragt, nimmt man dann nach einem Blick in die Karte eher beiläufig zur Kenntnis.
Aufstieg
über alte Fellalm Weg AV 658, 652 (Karte: blau)
Vom Parkplatz am Skilift gehen wir hinauf zum Wirtshaus Rosengasse und folgen der Straße nach rechts aufwärts, bis kurz darauf der Weg zum Brünnsteinhaus nach links abzweigt. Vorbei an einer Kapelle erreichen wir nach kurzer Zeit die Rosengassen-Alm, überqueren einen Bach über eine Brücke Traithen und halten uns, an den Hütten vorbei, weiter links aufwärts. Ein Stück oberhalb der Hütten zweigt rechts der Weg zum Traithen ab (AV 658), der zuerst nur leicht ansteigend, bald aber steiler in den Bergwald hineinführt. Schmal, rutschig und stellenweise exponiert führt uns der Weg durch lichten Lärchenwald über einige felsige Stellen hinauf in den Sattel zwischen Steintraithen und Jägerwand - ein herrlicher Platz für eine erste Rast. Oberhalb der verfallenen Fell-Alm führt der Weg, weitgehend ohne Steigung, weiter zum Traithen. Bald erreichen wir eine feuchte, felsige Stelle, an der wir nach rechts aufwärts in feuchtes Wiesengelände weiter gehen. Wir folgen jetzt den Trittspuren vorsichtig durch das sumpfige Gelände in Richtung einer Viehtränke und hinauf in den Sattel zwischen den beiden Traithen Gipfeln. Das letzte Stück hinauf zum Großen Traithen hat es jetzt in sich - gehen wir anfangs noch wenig angestrengt durch die Latschen, so dreht der Weg schon bald in die Direttissima und führt sehr steil durch eine felsige und rutschige Latschengasse zum Gipfel.
Abstieg
über den Grat zum Steintraithen AV 652, 658
Vom Gipfel steigen wir östlich wieder ein Stück abwärts und folgen dem Gratverlauf auf felsigem Weg zu einer Graterhebung (1828m, Unterberger Joch). Von hier wieder abwärts bis auf ca. 1720m Höhe, bevor wir nach einem letzten, kurzen Anstieg den Steintraithen erreichen. Links am Gipfelkreuz vorbei erreichen wir einen Pfad, der nördlich in die Latschen führt. Sehr steil, sehr rutschig und über Stellen, an denen schon etwas Kletterfertigkeit hilfreich ist, erreichen wir einen Sattel, an dem es nach rechts zur Seeon-Alm hinab geht. Wir wenden uns nach links Traithen und erreichen wieder den Sattel an der Jägerwand, von dem ab wir auf dem Aufstiegsweg wieder zurück zur Rosengasse gehen.
Die Wege zum Traithen erfordern Trittsicherheit und alpine Erfahrung.
Wer schon einmal durch Latschengassen gegangen ist, der weiß, dass Feuchte, Humus und Kalkfelsen eine unglaublich rutschige Unterlage abgeben können. Speziell nach Regenfällen oder im Herbst, wenn trotz anhaltender Schönwetterlage die Temperatur an der Nordseite den Taupunkt unterschreitet und die Wege mit einer Eisschicht überzieht.
Geht man vom Traithen östlich über den Grat, dann kommt man über das Unterberger Joch zum Steintraithen. Da geht es aber schon mal durcheinander und der Gipfel wird in anderen (alten) Karten als Steilner Joch bezeichnet. So auch in der "OpenStreetMap" und "OpenTopoMap". Ich bleibe hier bei den im "Bayernatlas" verwendeten Namen.
Fotos
Höhenunterschiede - Gehzeiten
Karten
GPS Koordinaten
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