Herzogstand
1731m

Kochelsee/Walchensee



Herzogstand
Der Herzogstand mit dem langen Grat zum Heimgarten
Talort
 Walchensee
An der Herzogstandbahn, gebührenpflichtig (€ 2,50)

Stützpunkte

Charakter
Bergtour
Wer kennt ihn nicht, den Herzogstand? Ich behaupte, dass jeder Münchner Bergsteiger mindestens einmal auf seinem Gipfel stand. Entsprechend viel Verkehr darf man hier erwarten und an einem schönen Herbsttag ist am Gipfel kaum noch ein Platz zu bekommen. Die Seilbahn tut ihr übriges und befördert jede Menge "Hochtouristen" zum neu erbauten Herzogstandhaus, das schon lange keine Berghütte mehr ist. Vorbei sind die Zeiten, als im Frühjahr 1994 die neue Seilbahn gebaut wurde und ich zweimal im Jahr - mit nur wenigen Gleichgesinnten - die Einsamkeit und Ruhe eines Paradeberges der Bayrischen Voralpen genießen konnte. Ja, auch so kann der Herzogstand sein, bei "schlechtem" Wetter und bei Betriebsruhe der Seilbahn (11. - 24.12). Auch wenn ich hier vielleicht etwas despektierlich schreibe, der Herzogstand war meine erste Bergliebe :-) Wenn ich auch dieser Liebe mit der Zeit etwas untreu geworden bin, so zieht es mich doch immer wieder auf diesen Berg hoch über Kochel- und Walchensee mit dieser unglaublichen Aussicht zum Karwendel und Wetterstein. Wen wundert es da, dass so viele diesen Gipfel ersteigen - denn ist man erst einmal oben, dann genießt man eigentlich nur noch diese Rundumsicht und den Blick hinunter zum Kochelsee, auf den man wie auf eine topographische Karte hinab sieht.

Aufstieg
AV-Weg 446 (Karte: blau)
Der - wie ich meine - schönste Weg , führt von der Talstation der Seilbahn über die Südseite zum Herzogstandhaus. Vom Parkplatz geht man zur Straße - direkt in der Kurve beginnt der Weg und führt anfangs etwas steil durch Mischwald empor
( Herzogstandhaus). Bald jedoch wird der Weg bequemer und zieht sich in vielen Kehren durch die Südseite des Fahrenbergkopfes, unter der Seilbahn hindurch nach Westen. In ca. 1040m Höhe dreht der Weg nach Norden und nach einem flachen Stück erreicht man auf dem guten Pfad - teilweise etwas luftig - eine Schlucht, die vom Martinskopf herabzieht (ein paar dünne Drahtseile sind vorhanden und bei Schnee durchaus willkommen). Weiter geht es durch Lärchen- und Kiefernwald in vielen Kehren hinauf zum Herzogstandhaus. Der weitere Weg hinauf zum Gipfelpavillon ist dann so bequem angelegt, dass wirklich der letzte Seilbahnfahrer mit Sauerstoffentzug, ein kombiniertes Seilbahn, Berghütten und Gipfel Erfolgserlebnis hat ...

Hinweis:
Im Winter ist dieser Weg je nach Schneelage nicht begehbar - die Lawinengefahr in den steilen Hängen ist erheblich. Auch wenn im Frühjahr die Südseite schnell schneefrei wird, so kann der Weg unterhalb des Martinkopfes noch lange ins Jahr hinein schneebedeckt und vereist sein.

Abstieg
AV-Weg 446
Wie Aufstieg.
Man könnte auch auf dem Reitweg hinunter zum Kesselberg gehen und mit dem
 RVO-Bus nach Walchensee zurückfahren. Das ist der DAV Weg 441, der in den Kessel nordöstlich des Herzogstandhauses hinab führt.

Fotos: (zum Vergrößern anklicken)

         

Höhenunterschiede - Gehzeiten

Aufstieg Höhe/m Hm Km Stunden
 Herzogstandbahn   805  
Herzogstandhaus 1575   770 3,0 2
Herzogstand 1731   930 4,1
Abstieg
Herzogstandhaus 1575   160 1,1 ½
Parkplatz   805   930 3,0
Summe   930 8,2
Karten

Titel Kennung Maßstab ISBN
Topographische Karte
Bad Tölz und Lenggries
UK L18 1:50000 3-86038-485-6
Kompass Karte
Walchensee Wallgau-Krün
6 1:50000 3-87051-008-0
 Lageplan

 Karte
Letzte Begehung
September 2003
Bergseiten
Klaus Dullinger
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